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Wissens- und Bemerkenswertes aus und über Dubai
Von admin | 22.Juli 2009
Sechzig Prozent der Bevölkerung in Dubai sind unter dreissig Jahre alt. Grund, warum Dubai eine für europäische Verhältnisse unglaublich jugendliche Dynamik versprüht, der man sich schwer widersetzen kann.
Der geringen älteren Bevölkerung in Dubai sind die Quantensprünge manchmal zu viel des Guten. Die ältere Bevölkerung in Dubai bedauert im Gespräch, dass ihr Land zwar die Zukunft gewonnen, dafür aber seine Seele geopfert habe. Doch haben aufgrund der demografischen Struktur die Senioren in Dubai kaum ein Gewicht in der öffentlichen Meinung – ein krasser Gegensatz zur Generationenverteilung in den Ländern Mitteleuropas.
Rekord der Millionärsdichte in Dubai
Laut Aussage des World Wealth Reports sind 68.000 der Bevölkerung in Dubai US-Dollar-Millionäre. Damit liegt die Millionärsdichte in der Bevölkerung Dubais bei fast 4,6 %. Bedenkt man, dass die meisten von ihnen tatsächlich den 15 % des nativen Bevölkerungsanteils zuzuordnen sind, erscheint die Bezeichnung Dubais als Land der Dollar-Millionäre naheliegend.
Wolkenkratzer und künstliche Inseln
Rund 420 Wolkenkratzer stehen bereits in Dubai. Noch rangiert die Stadt auf Platz 16 in der Liste der Wolkenkratzer-Städte. Sieben der Riesen sind über 300 Meter hoch. Weitere 60 überragen die 200 Meter-Grenze. Im März 2009 wurde das höchste Gebäude der Welt, der 818 Meter hohe Burj Dubai, endgültig fertiggestellt. Auch der Inselboom versetzt jeden in Erstaunen. Ob Palmen, Kontinente der Erde oder das Universum. Die vor der Küste Dubais künstlich aufgeschütteten Inseln beherbergen Luxuswohnungen und Geschäftsgebäude. Umweltschutzorganisationen schlagen allerdings Alarm, denn die Folgen für den marinen Lebensraum sind unabsehbar.
Das einzige 7 Sterne-Hotel der Welt
Für die Bevölkerung in Dubai sind die ständigen Neueröffnungen normal. Ist in Dubai ein neues Hotel eröffnet, dauert es gewöhnlich nur wenige Wochen, bis das nächste folgt. Hotels in Dubai sind bekannt für ihren äußerst hohen Standard und Komfort. Gleiches gilt natürlich auch für die Preise. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele 5 Sterne-Hotels wie in der Golfmetropole. Doch damit nicht genug: Am Jumeirah Beach Strand ließ Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum, der Herrscher von Dubai, den 321 Meter hohen Burj al Arab, bekannt als 7 Sterne-Hotel erbauen. Dieses Wahrzeichen von Dubai gilt als das höchste und und luxuriöseste Hotel der Welt.
Auftreten und Kleiderordnung in Dubai
Die Regel Nummer eins in der Bevölkerung Dubais lautet: Immer freundlich aufreten, sich nicht so leicht aus der Fassung bringen lassen. In Dubais Bevölkerung herrscht die Fassade der „Happiness“ vor, hinter der freilich nicht immer ein glücklicher Zeitgenosse steckt. „Uns Dubaianern drückt der Schuh immer ein wenig, aber tragen das nicht auf unserer Stirn“, gesteht der Palästinenser Ahmed N., der als Buchhändler im Einkaufstempel Deira City Centre arbeitet
Selbstbewusst ist die Bevölkerung Dubais
Die vom Regierungschef ausgegebenen Parolen wie „Dubai soll Nummer eins auf der Welt werden“ mögen für europäische Ohren allzu vollmundig klingen. Im Mittleren Osten gehört Selbstbewusstein zum guten Ton. Man denke nur an die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht oder die Abenteuer von Sindbad dem Seefahrer. Auch Gastarbeiter oder Unternehmer dürfen ruhig dick auftragen und ein Hohelied auf Ihre Errungenschaften anstimmen. Die geschliffene, kleinlaute Selbstdarstellung, mit der man es in Europa allen und jedermann recht machen muss, ist in Dubai fehl am Platz.
Dubais Bevölkerung lässt es langsam angehen
Westliche Expats begehen beim ersten Kennenlernen oft den Fehler, allzu forsch auf ihre Mitmenschen zuzugehen. In der arabischen Bevölkerung beginnt man mit leisen Tönen und redet sich später in Fahrt. Weil mit der traditionellen arabischen Kleidung kein schnelles Gehen oder gar Rennen möglich ist, sind wird in den Umgangsformen gleichfalls die Langsamheit kultiviert.
Die richtige Kleidung in Dubai
Mit der Masseneinwanderung westlicher Expats nach Dubai innerhalb der letzten Jahre ist die Toleranz bei der Kleidung höher als früher. Am Strand sind Badehose und Bkini erlaubt, nicht aber „oben ohne“. Es ist in Dubai für Männer absolut untersagt mit nacktem Oberkörper auf der Straße herumzulaufen. Dies gilt auch für die Straßen und Wege in Strandnähe.
Kleiderordnung für die weibliche Bevölkerung Dubais
Bei Frauen gilt: kein Ausflug im BH, wie das in Mittelmeerländern üblich ist. Diese Regeln gelten übrigens auch beim Autofahren. Bei Nichtbeachtung ist mit hohen Geldstrafen, bei Widerstand mit Haft zu rechnen. Im Büro gilt: das offene Hemd in Strandbar-Manier und der extrem knappe Minirock bleiben außen vor. Bei kurzen Hosen ist es so, daß diese zwar toleriert werden, jedoch als verpönt gelten. Boxershorts gehören an den Pool und in den Fitnessclub, nicht aber in den Betrieb. Als Frau gilt zuallerst: nicht allzu knapp und freizügig kleiden. Die Stöckelschuhe lieber eine Nummer tiefer, das Dekolleté lieber weniger ausgefallen. Schminke und Schmuck können dick aufgetragen sein. In diesem Punkt machen auch arabische Frauen keine Abstriche.
Kleidung für Frauen im Büro
Die Dame im Büro sollte aus den bekannten Gründen einen nicht zu engen Minirock tragen. Wenig schief gehen kann mit einem Business-Hosenanzug, der sich auch unter arabischen Frauen, die das Kopftuch tragen, wachsender Beliebtheit erfreut.
Die Krawatte
Krawatten sind in Dubai üblich, auch unter der arabischen Bevölkerung. Niemand wird schief angeschaut, wenn er ohne Krawatte auftritt, es sei denn, man ist unter Bankern. Die Iraner von Dubai verzichten bewusst auf das männliche Accessoire, weil es in ihrer Heimat als ein Symbol westlicher Arroganz gilt. Aus diesem Grund trägt auch Irans Staatspräsident Mahmoud Ahmadinedschad niemals Schlips.Wer also auf einem iranischen Business-Meeting eingeladen wird (und davon gibt es in Dubai viele), kann getrost auf die Krawatte verzichten.
Kleidung in der Fastenzeit
Auf konservative Kleidung besonders achten sollte man während des heiligen Fastenmonats Ramadan, was für die kommenden Jahre eine besondere Herausfordeurung darstellt. Denn ab 2009 rückt der Ramadan erstmals seit Jahren wieder in den Hochsommer. Beginnend mit dem August darf wieder für vier Wochen nicht öffentlich gegessen, getrunken und geraucht werden. Damen sollten dann eine Sommermode bevorzugen, die Schultern, Beine und vor allem Dekollete bedeckt halten. Die Herren der Schöpfung sollten unbedingt auf das Tragen von kurzen Hosen und auf sperrangelweit geöffnete Hemden im Tom Jones-Stil verzichten.
Dubais Bevölkerung ist vom Islam geprägt
Eine Illusion, die man über Bord werfen sollte, ist die einer vermeintlich „westlichen Insel“ im Orient. Dubai mag aufgrund seiner Glaspaläste, der modernen Highways und Wolkenkratzer wie eine Kopie von Dallas aussehen. Doch die Golf-Emirate sind und bleiben ein islamisches Land. Daran wird man rund um die Uhr erinnert. Wenn man im Meeting unterbrochen wird, weil der Manager beten gehen will. Oder während des islamischen Fastenmonats Ramadan, wenn öffentlich für scheinbar vier endlos lange Wochen öffentlich nicht geraucht, gegessen und getrunken werden darf.
Was Sie nicht tun sollten
Im Orient dreht sich alles um die Religion und so lauern die meisten Fettnäpfchen im Bereich des Glaubens. Religion ist in der arabischen Welt nicht Privatsache. Sie durchdringt sämtliche Lebensbereiche und wirkt gerade deshalb auf Europäer so befremdend und mitunter einschüchternd. Die Liste des Do’s und Don’ts ist mitunter so lang, dass man manchmal nicht mehr weiß, was man tun oder lassen soll. Erfahrung macht den Meister, doch sollte man hier erst gar nicht die Grenzen testen, sondern die obersten Gebote von vornherein einhalten. Das bedeutet: in Dubai sollte man, …
Verhaltensregeln in Dubai
• Niemals den Glauben in Frage stellen oder kritisieren. Dies gilt für die Muslime und die christlichen Araber gleichermaßen. Die Religion ist am Golf nicht ein Teil des Lebens, sondern die Religion ist das Leben!
• Niemals in der Nähe von Moscheen rauchen, spucken oder unzüchtige Worte sagen.
• Niemals die Regierung kritisieren, in Frage stellen oder ins Lächerlich ziehen.
• Niemals mit nacktem Oberkörper, Bikini, in Badehose oder mit durchsichtigen Kleidern auftreten. An den Stränden und im Poolbereich gilt dies natürlich nicht, allerdings auf den Straßen in Strandnähe.
• Spielende und schreiende Kinder sollten auf keinen Fall zurechtgewiesen, sondern toleriert werden.
• Niemals eine arabische Frau beschimpfen oder berühren. Auch das fürsorgliche an-den-Arm-Fassen ist tabu.
• Niemals versuchen, andere Menschen für einen anderen Glauben als den Islam zu missionieren oder für politische Ideen zu begeistern.
• Einem Araber niemals als Geschenk Alkohol, Schokolade mit Alkohol, Schweinefleisch oder Tabak überreichen.
• Einen Araber niemals nach dessen Ehefrau fragen, erst recht nicht, wenn man zu Hause eingeladen wird und die Gemahlin nicht da ist.
• Niemals in Dubai gegenüber Arabern den Bau von Moscheen in Europa kritisieren. Die Leute im Orient beobachten mit Sorge wie in Europa einige Gruppen gegen den Bau muslimischer Gotteshäuser Sturm laufen.
• Auch wenn Millionen Gastarbeiter in Dubai ihr Glück versuchen, Glücksspiele sind in den Emiraten verboten. Die Lebensqualität von Dubai ist auch ohne Casinos hoch.
• Niemals mit dem anderen Geschlecht Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit austauschen.
• Niemals eine Moschee mit Schuhen betreten. Dasselbe gilt für Wohnungen.
• Sich niemals auf Drogengeschäfte einlassen. Auf Drogenbesitz stehen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hohe Strafen. Für Drogenhandel kann die Todesstrafe verhängt werden.
Tipp
Mehr zu den in Dubai gebräuchlichen Sprachen lesen Sie unter Wie spricht man in Dubai?
Bild © Christian Fischer – Fotolia.com
Tags:Bevölkerung Dubai, Etikette Dubai, Islam, Ramadan, Reichtum Dubai, Verhalten in DubaiVerwandte Artikel
Topics: Dubai | 2 Kommentare »

11.August 2009 at 10:41
[...] Sie bei Bemerkenswertes mehr über Millionärsdichte und Wolkenkratzer. Share and [...]
16.November 2009 at 14:52
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