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Arbeiten in Dubai
Von admin | 22.Juli 2009
Es liegt auf der Hand, dass die ambitionierte Golfmetropole gut ausgebildete und motivierte Menschen zum Arbeiten braucht. Bis 2015 sollen nach dem Willen von Scheich Mohammed 885.000 neue Jobs geschaffen werde. So sieht es der strategische Plan „Dubai – Vision 2015“ vor.
Arbeitskräfte aus aller Welt in Dubai
Auf Arbeitskräfte aus aller Welt konnte Dubai bislang zählen. Kein Wunder, dass die Zahl der Einwohner von unter einer Million innerhalb von vier Jahren auf 1,5 Millionen Dubaianer hochschnellte. Vier Fünftel der Einwohner Dubais sind Ausländer. Davon sind etwa 14.000 deutschsprachige „Expats“, wie die Gastarbeiter kurz genannt werden.
Die Arbeitswelt in Dubai
Man hüte sich davor, die sprichwörtliche arabische Gastfreundlichkeit aus den Reisekatalogen auf die Arbeitswelt zu übertragen. Das multinationale Umfeld im Schmelztiegel Dubai macht aus jedem Job eine echte kulturelle und soziale Herausforderung. Dubais Arbeits- und Geschäftswelt ist ein hartes Pflaster, auf dem man mit Zähigkeit und Ausdauer besteht, mit der Hoffnung auf einen legeren Job unter der Sonne jedoch kaum Fuss zu fassen vermag. Auch der Dreisprung der Sorglosigkeit aus Sonne, Sand und Steuerfreiheit ist nur die halbe Wahrheit.
Versteckte Kosten in Dubai sind hoch
Was die vermeintliche Steuerfreiheit betrifft, so sollte man aus diesem Grund nicht Dubai wählen. Denn die „versteckten Kosten“ sind hoch, und nicht zuletzt überlegt die Regierung ernsthaft, 2010 eine Einkommensteuer einzuführen.
Es gibt Arbeit genug in Dubai
Verkehrte Welt: Während im Zuge der Kreditkrise zahlreiche westliche Banken pleite gingen und führende Industriekonzerne Stellenstreichungen verkünden, suchen Dubais Firmen weiter händeringend nach Fachkräften. Trotz der Finanzkrise, die besonders dem Immobilienmarkt zusetzte, werden netto mehr Arbeitsplätze geschaffen als abgebaut. Man nehme nur das im Oktober 2008 eröffnete Terminal drei am Flughafen Dubai, das der Stadt 3.000 neue Arbeitsplätze bescherte.
Hohe Verluste der Gulf Bank
Die einzige Bankenpleite in einem GCC-Staat ereignte sich am 26. Oktober 2008 in Kuwait. Die Gulf Bank erlitt mit Devisengeschäften hohe Verluste und musste vom Staat gerettet werden. Um Liquiditätsengpässe im Bankensystem zu überbrücken, haben die GCC-Zentralbanken etwa 40 Milliarden in den Markt gepumpt. In der Realwirtschaft konnten westliche Unternehmen trotz der weltweiten Rezession gar ihre Geschäfte ausbauen. Mercedes-Benz setzte beispielsweise in den ersten elf Monaten 2008 18’000 Fahrzeuge im Mittleren Osten ab. Das waren 18 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Weniger Arbeit im Bereich Immobilien
Auf dem Immobiliensektor kam es bei den Firmen Damac, Nakheel und Omnyiat zu Entlassungen. Einzelne Projekte wurden gestrichen oder die Fortsetzung der Arbeit liegt für unbestimmte Zeit auf Eis. Dies zwang wiederum viele Bauzuliefer, Arbeiter zu entlassen. Es wäre jedoch überzogen, die Kettenreaktion als Beginn einer tiefgreifenden Krise zu bewerten. Vielmehr kommt die Region nach Exzessen auf dem Immobilensektor wieder auf ein gesundes Niveau zurück.
Die Arbeitswelt in Dubai orientiert sich an Europa
Neben den mäßigenden Kräften des Marktes hat die Regierung auch schon vor Beginn der weltweiten Finanzkrise bewusst der Überhitzung gegengesteuert, indem sie die Zulassungbarrieren für Firmenlizenzen erhöhte und sogar mehrere mutmassliche Korruptionsfälle bei einigen Baufirmen aufdeckte. Die Regierung wollte unbedingt wieder Herr der Lage werden. Für Glücksritter und Spekulanten wird das Klima in Dubai wird zunehmend ungemütlicher. Insgesamt halten in der Arbeitswelt am Golf verstärkt strengere und, sagen wir es ruhig, europäische Sitten Einzug.
Links
Die Stellenbörsen verschaffen einen Überblick über aktuelle Jobs in Dubai.
Tags:Arbeiten Vereinigte Arabische Emirate, Arbeitskräftemangel Dubai, Arbeitsmarkt Dubai, Jobs DubaiVerwandte Artikel
Topics: Arbeiten in Dubai | 1 Kommentar »
11.August 2009 at 10:33
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